Die Presse über den Arbeitskreis Geschwisterkinder




Ärzte Zeitung, 12. Februar 2001:
Arbeitskreis hilft Geschwistern von Behinderten


MÜNCHEN (ras). Um die Hilfen für Geschwister von behinderten Kindern und Jugendlichen zu verbessern, ist in Bayern jetzt der "Arbeitskreis Geschwisterkinder" ins Leben gerufen worden.


Am ersten Treffen, das auf Initiative der Familienberatungsstelle des Sozialverbands VdK Bayern stattfand, nahmen insgesamt 20 Sozialorganisationen und Institutionen im Freistaat teil.


Der Arbeitskreis, der sich auch im Internet präsentieren will, möchte den Austausch betroffener Eltern verbessern und die Fortbildung von Fachkräften intensivieren. Zudem versteht sich der Kreis als Ansprechpartner zu allen Fragen, die im Zusammenhang mit der Geschwisterproblematik auftreten.


Durch die oft frühe Konfrontation mit dem Leid, übermäßiger Rücksichtnahme und der zuweilen fehlenden Zuneigung durch die Eltern seien Kinder und Jugendliche mit behinderten Geschwistern überaus häufig ausgegrenzt, so die Erfahrung des VdK.


Informationen beim VdK Bayern, Eberhard Grünzinger, Schellingstr. 31, 80799 München; Telefon: (089)2117-244.






VdK-Zeitung:
Gründung des bayerischen "Arbeitskreises Geschwisterkinder (AK GeKi)"


Am 4. Dezember 2000 trafen sich in der VdK-Geschäftsstelle pädagogische Fachkräfte, die Seminare für die Geschwister behinderter Kinder anbieten. Initiiert wurde diese Zusammenkunft von Eberhard Grünzinger von der Familienberatungsstelle des VdK Bayern.


Seit etwa 10 Jahren gibt es in Bayern Angebote für Geschwister von behinderten Kindern. Nicht in jedem Fall ist die Behinderung eines Kindes für die sogenannten "Geschwisterkinder" automatisch eine Belastung. Viele kommen mit dieser Situation gut zurecht. Aber dennoch sind sie geprägt durch die frühe Konfrontation mit Leid, Schuldgefühlen, übermäßiger Rücksichtnahme, weniger Zeit von Seiten der Eltern, persönlichen Einschränkungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung.


Um die Geschwister von behinderten Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern, haben mittlerweile 20 verschiedene Institutionen in Bayern speziell für diese Kinder Freizeiten und Seminare konzipiert. Um die Arbeit mit den Geschwisterkinder überregional miteinander zu verbinden, wurde der "Arbeitskreis Geschwisterkinder" gegründet.


Er trifft sich künftig jedes Halbjahr und hat folgende Ziele:
- Austausch von Informationen
- Vermittlung freier Plätze
- die Bedarfsanalyse und
- die Fortbildung.


Der Arbeitskreis versteht sich als Ansprechpartner für die Öffentlichkeit zu allen Fragen aus diesem Themenbereich. Nähere Informationen können im Familienreferat des VdK Bayern angefordert werden, Tel.: (089) 2117-244.


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